RASTA II PUNKTET SEHR VIEL, KASSIERT NOCH VIEL MEHR!

Alle Fotos: Lisa Löwe

(5.4.2025) Dass die Top-Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA im Frühjahr noch stärker werden, bekam RASTA Vechta II am Samstagabend zu spüren. Das Farmteam des easyCredit Basketball-Bundesligisten erlitt beim Tabellenzweiten, den VET-CONCEPT Gladiators Trier, eine 105:129-Niederlage und hatte dabei in der 1. Halbzeit schon 71 Punkte kassiert. Vor 4.100 Zuschauern in der SWT-Arena war Vechtas Jonathan Klussmann mit 27 Punkten Top-Scorer der Partie, gefolgt von Luke House (24).

In Kürze

RASTA Vechta II, angetreten ohne Luc van Slooten und Linus Trettin, stand in Trier ab Mitte des 1. Viertels erst einmal auf verlorenem Posten. Obwohl die Gäste offensiv einen guten bis sehr guten Job machten, waren sie chancenlos. Denn die VET-CONCEPT Gladiators Trier spielten wie im Rausch, trafen in den ersten 20 Minuten nahezu jeden Wurf. Nach dem Seitenwechsel holten die jungen Vechtaer Punkt für Punkt auf, verkürzten zum Ende des 3. Viertels bis auf 85:93. Im Schlussabschnitt riss der Favorit das Zepter aber wieder an sich, sieben seiner Spieler punkteten zweistellig. RASTA II traf 17 Dreier, konnte sich offensiv praktisch nichts vorwerfen lassen und knackte erstmals in dieser Saison die 100-Punkte-Marke, was Head Coach Hendrik Gruhn absolut positiv stimmte.

Stimmen zum Spiel

Hendrik Gruhn (Head Coach Vechta II): „Als wir am letzten Wochenende 113 Punkte gegen Phönix Hagen bekommen hatte, habe ich gesagt, dass wir nicht über unsere eigene Offense sprechen müssen, weil die Defense das große Thema war. Heute waren es zwar 129 Punkte, die Trier erzielt hat. Aber trotzdem sehe ich das Spiel heute positiver. Wir müssen heute einfach akzeptieren, dass Trier eine andere individuelle Qualität hat als wir. Wir haben defensiv in den Eins-gegen-Eins-Situationen alles versucht, aber der Gegenspieler war dann eben doch noch besser. Sicherlich hätten wir in der 1. Halbzeit eine bessere Transition-Defense spielen müssen. Da hätten wir unsere Teamfouls besser nutzen müssen. Aber trotzdem bin ich mit der Leistung über 40 Minuten wahnsinnig zufrieden. 105 Punkte in Trier zu erzielen, ist aller Ehren wert. Die Jungs haben gekämpft und waren offensiv konkurrenzfähig. Es ist toll, dass wir hier mit Marko Petric einen 16-Jährigen haben, der 19 Minuten spielen kann. Und wie die 19-jährigen Fynn Lastring und Linus Ruf sich gegen einen Maik Zirbes geschlagen haben, stimmt mich ebenfalls sehr positiv.“

Jonathan Klussmann (Guard Vechta II): „Wir haben in der Offense sicherlich sehr gut getroffen. Aber unsere Defense war furchtbar. Natürlich haben wir gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Aber trotzdem war unsere Verteidigung einfach zu schlecht. Diese Saison ist nicht leicht für uns, der Start war wirklich hart. In den ersten Spielen haben wir regelmäßig sehr hoch verloren. Es wurde im Verlauf der Saison viel besser. Wir haben viele junge Spieler mit viel Talent und müssen auch in den letzten drei Spielen weiter kämpfen. Auch diese Spiele können wir dazu nutzen, besser zu werden.“

Maik Zirbes (Center Trier): „Dass man 129 Punkte in 40 Minuten macht, passiert im europäischen Profi-Basketball nur sehr, sehr selten. Das Tempo war hoch, Vechta hat sehr viele Würfe genommen hat und auch den ein oder anderen schwierigen Dreier, manchmal mit etwas Glück, getroffen. Sicherlich müssen wir angesichts von 105 Gegenpunkten selbstkritisch sein. Das sind zu viele. Wir wollten Hauptrundenerster werden, aber der 2. Platz ist absolut okay. Auf jeden Fall ist es gut, dass wir das Heimrecht für die Playoffs bis zum Finale jetzt sicher haben. Wir hatten in der Saison halt ein, zwei Schwächephasen. Daher sind wir mit Platz 2 gut bedient. Jetzt müssen wir in den verbleibenden Spieltagen bis zu den Playoffs professionell weiterarbeiten. Ich bin froh, dass wir am letzten Spieltag noch gegen Jena spielen, um dann zu sehen, ob wir bereit sind für die Playoffs. Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel, genau das richtige, um uns für die Playoffs vorzubereiten.“

Fakten

Feldwürfe: RASTA II 52% (41/79) - Trier 64% (43/67)

Zweier: RASTA II 59% (24/41) - Trier 78% (31/40)

Dreier: RASTA II 45% (17/38) - Trier 44% (12/27)

Freiwürfe: RASTA II 60% (6/10) - Trier 82% (31/38)

Rebounds: RASTA II 30 (10 off.) - Trier 37 (6 off.)

Assists: RASTA II 22 - Trier 28

Steals: RASTA II 7 - Trier 10

Ballverluste: RASTA II 13 - Trier 9

Blocks: RASTA II 0 - Trier 1

Fouls: RASTA II 27 - Trier 18

Points In The Paint: RASTA II 46 - Trier 56

2nd Chance Points: RASTA II 14 - Trier 12

Fast Break Points: RASTA II 4 - Trier 9

Höchste Führung: RASTA II keine - Trier 24 (65:41)

Bester Zu-Null-Lauf: RASTA II 7 (10:10) - Trier 9 (50:29)

Führungswechsel: 0

Gleichstand: 2

1. Viertel

RASTA II startete mit dem erst 16-jährigen Marko Petric in die Partie, die VET-CONCEPT Gladiators Trier mit vielen Änderungen im Vergleich zu den Spielen zuvor. Deren Head Coach Jacques Schneider wollte angesichts der nahenden Playoffs einiges ausprobieren. Die Gäste hielten zunächst gut mit, kamen durch sieben Punkte in Serie zum 10:10 (4.). Darauffolgende drei Wechsel bei den Trierern läuteten deren stärkste Phase ein. Mit ihren Besten auf dem Court setzten sie sich über 19:14 (16.) und 31:22 (8.) bis auf 39:24 (10.) ab. 24 Vechtaer Punkte beim Aufstiegskandidaten konnten sich absolut sehen lassen. Nur reichte die defensive Performance nicht im Ansatz, um dem Favoriten, der im 1. Viertel fünf seiner sechs Dreier traf, Paroli bieten zu können.

2. Viertel

Ein And-One von Jonathan Klussmann, das 29:41 (12.), war dann ein weiterer Lichtblick in Vechtas Offense. Es folgten jedoch binnen knapp 90 Sekunden neun Punkte in Serie von Triers Clayton Guillozet. RASTA II hatte nach nicht einmal 13 Minuten schon 50 Punkte kassiert und Hendrik Gruhn bat zur Auszeit. Die VET-CONCEPT Gladiators waren offensiv derart durchschlagkräftig unterwegs, dass bei oberflächlichem Blick auf die Anzeigetafel jegliche gute Vechtaer Offense praktisch wirkungslos verpuffte. Was nicht darüber hinwegtäuschen durfte, dass RASTA II nun noch besser traf als im 1. Viertel. Im zweiten Abschnitt fielen fünf von sieben Dreier, der letzte mit Ablauf der 20. Minute zum 52:71. Ja, richtig gelesen, Trier hatte in der 1. Halbzeit 71 Punkte erzielt, dabei 74% der Würfe aus dem Feld getroffen. Alle 15 Freiwürfe der Trierer fielen und schon fünf Schneider-Schützlinge waren in Double-Digits.

3. Viertel

Dass die Quoten der Trierer runter gehen würden, danach sah es zunächst nicht aus. Gleich der erste Angriff wurde von Nolan Adekunle per Dreier abgeschlossen - 74:52 (21.). RASTA II aber war nicht weniger erfolgreich unterwegs und setzte, angeführt von Jonathan Klussmann, zur Aufholjagd an. Der Däne machte in der 24. Minute seinen 15. Punkt, in der 26. schon seinen 20. und stellte so auf 72:86. Und als Luke House Vechtas zwölften Threeball zum 75:89  (27.) einnetzte, Roy Krupnikas aus rund neun Metern zum 80:90 und dann zum 82:91 (beides 29.) nachlegte, war eine Sensation gar nicht mehr völlig ausgeschlossen. RASTA II traf im zweiten und 3. Viertel insgesamt elf von 17 Dreiern, u.a. Luke House zum 85:93 (30.). Leider endete dieser Abschnitt so wie er begonnen hatte, mit einem Trierer Threeball. RASTA II lag erneut zweistellig hinten - 85:96.

4. Viertel

Und wieder ein Trierer Dreier! Behnam Yakhchali traf zum Auftakt des Schlussabschnitts seinen schon fünften Threeball zum 99:85 (31.). Wenig später hatte RASTA II noch zwei weitere Punkte kassiert, Hendrik Gruhn bat nur 60 Sekunden nach Wiederbeginn zur Auszeit (85:101, 32.). Auf den elften Vechtaer Ballverlust folgte Triers 106:90, das 108:90 (beides 34.) ließ nicht auf sich warten. Vechtas Defense war nun wieder sichtlich überfordert, die Aufholjagd hatte viel Kraft gekostet. Nach dem 114:95 (36.) von Maik Zirbes rief Hendrik Gruhn noch einmal zur Auszeit - für taktischen und wohl auch moralischen Beistand. Jonathan Klussmann verteidigte in Minute 37. mit seinem 27. Punkt (98:114) noch seinen Status als Top-Scorer der Partie. Auf der anderen Seite untermauerte Zirbes mit einem kraftvollen Dunking zum 119:98 (28.) Triers wiedergefundene Überlegenheit - vor allem in der Zone. Auch RASTA II knackte noch die „100“, als Luke House wunderschön aus acht Metern auf 101:121 (39.) stellte - eine Premiere für Vechtas Farmteam in dieser Saison.

Ausblick

Das nächste Schwergewicht der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht auf dem weiteren Spielplan der Vechtaer. Am kommenden Wochenende bekommt es RASTA II mit den GIESSEN 46ers  (4., 20-10) zu tun. Die Hessen hatten am letzten Spieltag Zuhause die VET-CONCEPT Gladiators Trier geschlagen und spielen morgen um 15 Uhr erneut in Gießen gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim. Bei einer Heimbilanz von bisher 13 Siegen in 15 Spielen, wäre alles andere als ein Erfolg gegen den Tabellenachten eine große Überraschung. RASTAs Dauerkarteninhaber haben zu allen Spielen des Farmteams freien Eintritt. Tageskarten für die Heimspiele von RASTA Vechta II gibt es immer online (https://tickets-rastavechta.reservix.de/) oder ab 60 Minuten vor dem Tip-Off am RASTA Dome. Zudem werden alle Partien der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA live und kostenlos bei sportdeutschland.tv übertragen.

Saison 2024-25 | BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA | 31. Spieltag | 5.4.25 | 19:30 Uhr

VET-CONCEPT Gladiators Trier - RASTA Vechta II 129:105 (39:24 / 32:28 / 25:33 / 33:20)

TRI: Marcus Graves (10 Punkte), Clayton Guillozet (15), Behnam Yakhchali (20), Marco Hollersbacher (4), Marten Linßen (15), Amir Hinton (15/7 Rebounds), Jordan Roland (17), Jannes Hundt (5), Hendrik Drescher (3), Evans Rapieque, Nolan Adekunle (6/4 Steals) und Maik Zirbes (19)

VEC: Kaya Bayram (6 Punkte/5 Assists), Luke House (24/7 Rebounds/2 Steals), Kevin Smit (2), Karl Bühner (5/2 Steals), Marko Petric (5), Linus Ruf (8/2 Steals), Fynn Lastring (7), Roy Krupnikas (10/5 Assists), Phillip Carr (6/5 Rebounds), Marko Bacak (5) und Jonathan Klussmann (27). Trainer: Hendrik Gruhn.

Zuschauer: 4.100 in der SWT-Arena

RASTA Vechta II - 2024/2025 - Der Kader

Marko Bacak (1995, C, D), Kaya Bayram (2004, PG/SG, D), Djairo Bernardina (2007, SG, NL), Alen Blakaj (2007, SF/SG, D), Karl Bühner (2005, PF/C, D), Phillip Carr (1995, PF, USA), Johann Grünloh (2005, C/PF, D), Moritz Grüß (2008, PG/SG, D), Luke House (2001, SF, USA), Jonathan Klussmann (2002, SG, DEN), Noah Koch (2007, SG/SF, D), Roy Krupnikas (2006, PG, D), Epke Kruthaup (2008, PG/SG, D), Fynn Lastring (2007, C, D), Justin Onyejiaka (2004, SG, D), Marko Petric (2008, SF/SG, D), Linus Ruf (2005, C, D), Michel Schillmöller (2007, PG/SG, D), Luc van Slooten (2002, SF/PF, D), Kevin Smit (1991, PG/SG, D), Peja Strobl (2007, PG, AUT), Linus Trettin (2005, SF/PF, D). Head Coach: Hendrik Gruhn (1994, D). Assistant Coach: Harm-Ubbo Horst (1998, D). Athletic Trainer: Pavao Blazevic (1996, HRV).

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