
TROTZ 21-PUNKTE-FÜHRUNG: RASTA GIBT SIEG AUS DER HAND!

(28.3.2025) Zwischen „Himmel hoch jauchzend“ und „zu Tode betrübt“ lag am Freitagabend in Vechta nur eine 15-minütige Halbzeitpause. RASTA Vechta hatte am 26. Spieltag, präsentiert von schrand.energy aus Essen/Ol., vor 3.140 Zuschauern im ausverkauften RASTA Dome trotz des Fehlens der Point Guards Tyger Campbell (verletzt) und Yasiin Joseph (erkrankt) gegen die beste Defensive der easyCredit Basketball Bundesliga eine herausragende 1. Halbzeit gespielt, führte mit 46:26. Nach dem Seitenwechsel aber legten die MHP RIESEN Ludwigsburg ihre berüchtigten Ketten den Vechtaern an und gewannen noch mit 70:64.
In Kürze
Der kurzfristige Ausfall von Tyger Campbell, der wegen Rückenbeschwerden passen musste, und dazu das Fehlen von Back-Up Yassin Joseph erwies sich letztlich als sehr gravierend. Das Tempo und die Treffsicherheit aus den ersten 2. Vierteln konnte das Team von Head Coach Martin Schiller auch aufgrund von Minute zu Minuten defensiv immer noch besser werdenden Gästen nicht mehr halten. RASTA traf in der 2. Halbzeit nur vier von 24 Würfen, kam im Schlussabschnitt lediglich durch sechs Freiwürfe zu Punkten. Das Rebound-Duell ging mit 38:49 deutlich verloren. Am offensiven Brett hatte Ludwigsburg satte 20 Boards geholt. Der aufgrund von frühem Foul-Trouble nur gut 14 Minuten eingesetzte Johann Grünloh war mit elf Punkten und sieben Rebounds ein Lichtblick im Vechtaer Team, das die 2. Halbzeit mit 18:44 verlor. „Wir haben dieses Spiel aus der Hand gegeben“, sagte Schiller im Anschluss.
Stimmen zum Spiel
Martin Schiller (Head Coach Vechta): „Gratulation an Lars und Ludwigsburg zum Sieg! Wir wollten wenige Ballverluste haben. Das ist uns im großen Ganzen gelungen, in der 1. Halbzeit hatten wir nur zwei Turnovers. Aber dann haben wir in der 2. Halbzeit zehn dazu bekommen, was viel für eine Halbzeit ist - allein im 4. Viertel waren es sechs. Da haben wir nachgelassen. Was wir in der 2. Halbzeit ein bisschen besser kontrolliert haben, waren die Ludwigsburger Offensiv-Rebounds. Alles in allem haben wir aber nicht besonders gut gereboundet. Es hat uns in der 2. Halbzeit massiv an Scoring gefehlt. Wir haben keinen Weg mehr gefunden, zu punkten. Das tut natürlich sehr weh. Es ist natürlich nicht von Vorteil, wenn beide Point Guards, Tyger Campbell und Yasiin Joseph, verletzt bzw. krank ausfallen. Nichtsdestotrotz wollen wir das nicht als Ausrede geltend machen. Wir haben dieses Spiel aus der Hand gegeben.“
Lars Masell (Head Coach Ludwigsburg): „Das waren sehr emotionale Tage für uns. Die Reaktion, man dachte in der 1. Halbzeit schon, dass sie ausbleibt, kam in der 2. Halbzeit. Die Spieler haben dann das umgesetzt, was wir Coaches ihnen sagen, oder versuchen, ihnen im Training, in der Spielvorbereitung mitzugeben. Wir können einfach stolz sein auf die 2. Halbzeit und müssen jetzt weiter nach vorne schauen.“
Fakten
Feldwürfe: RASTA 35% (18/51) - Ludwigsburg 33% (23/69)
Zweier: RASTA 34% (10/29) - Ludwigsburg 44% (16/36)
Dreier: RASTA 36% (8/22) - Ludwigsburg 21% (7/33)
Freiwürfe: RASTA 74% (20/27) - Ludwigsburg 68% (17/25)
Rebounds: RASTA 38 (6 off. ) - Ludwigsburg 49 (20 off. )
Assists: RASTA 13 - Ludwigsburg 12
Fouls: RASTA 25 - Ludwigsburg 23
Ballverluste: RASTA 12 - Ludwigsburg 10
Steals: RASTA 3 - Ludwigsburg 6
Blocks: RASTA 6 - Ludwigsburg 2
Points in the paint: RASTA 18 - Ludwigsburg 30
2nd Chance Points: RASTA 8 - Ludwigsburg 19
Fast Break Points: RASTA 3 - Ludwigsburg 4
Höchste Führung: RASTA 21 (49:28) - Ludwigsburg 6 (70:64)
Bester Zu-Null-Lauf: RASTA 8 (10:1) - Ludwigsburg 10 (70:64)
Führungswechsel: 1
Gleichstand: 1
1. Viertel
RASTA legte einen Blitzstart hin: Dreier Brandon Randolph zum 5:1 (1. Minute), Drive von Mike Bothwell zum 7:1 - nach 76 Sekunden gab’s die erste Ludwigsburger Auszeit. Die Vechtaer blieben auf dem Gas, kamen durch ein And-One von Johann Grünloh zum 10:1 (2.) Der Center musste genau wie Joel Aminu schon früh im 1. Viertel mit dem 2. Foul erst einmal auf die Bank. Ein Dreier von Lloyd Pandi baute RASTAs Vorsprung aber bis auf 11 Punkte aus - 15:4 (5.). Ludwigsburg so geflüchtete Defense kam noch nicht so wirklich zum Zug. Und in der MHP RIESEN-Offense stimmten die Quoten nicht. In der 9. Minute besorge Pandi mit seinem nächsten Dreier RASTAs 22:10. Kurz vor der Pause bediente Pandi noch hinter dem eigenen Rücken Isaiah Cozart für dessen Dunking zum 24:11 - ein erst einmal perfekter Start ins Wochenende.
2. Viertel
Krachend ging’s weiter! Jayden Gardner riss RASTAs Fans per Put-Back-Dunk von den Sitzen - 26:11 (12.). Der im 14. Versuch erst dritte erfolgreiche Ludwigsburger Dreier zum 19:28 sorgte dann aber für Gesprächsbedarf bei Martin Schiller, er bat sein Team in Minute 14 zur Auszeit. Die MHP RIESEN hatten schon nach gut fünf Minuten im 2. Viertel das fünfte Teamfoul, wovon u.a. Grünloh mit zwei Freiwürfen zu RASTAs 33:19 (16.) profitierte. Zwei Vechtaer Dreier später, getroffen von Randolph und Grünloh zum 39:21 (18.), gingen dann die Gäste in deren zweite Auszeit. Auch die änderte am mangelnden offensiven Output praktisch nichts. Zur Halbzeit standen die Ludwigsburger bei nur 26 Punkten, RASTA hingegen schon bei 46.
3. Viertel
Brandon Randolphs dritter Threeball brachte die Hausherren erstmals mit mehr als 20 Punkten in Führung - 49:28 (21.). Nach fünf Ludwigsburger Stops in Serie verkürzten die MHP RIESEN durch einen Dreier von Ezra Manjon auf 40:51 (24.). Der 2:12-Lauf bedeutet die zweite Auszeit für RASTA. Die Vechtaer kamen nun kaum mehr zum Korb durch, die Dreier fielen nicht. Auf der andere Seiten Hatte das Masell-Team Rhythmus gefunden und brachte den Rückstand ins Einstellige - 46:53 (28.). Joschka Ferner beruhigte die Nerven der Dome-Besucher, traf in der 30. Minute vom Perimeter zum 58:48.
4. Viertel
Die Gäste gingen gleich wieder voll auf „Kurs: Comeback“, kamen durch einen Dreier von Jacob Patrick zum 51:58 und Inside durch Brandon Tischler zum 53:58 (beides 32.). Knapp fünf Minuten vor dem Ende war das Spiel dann endgültig zum Krimi geworden, nachdem Manjon den 60:61-Anschluss (36.) hergestellt hatte. Ein defensives Vechtaer Play, ein Gemeinschaftsblock von Grünloh und Randolph gegen den eigentlich schon enteilten Manjon, verhinderte dann Ludwigsburgs 62:64 - 1:55 Minuten vor dem Ende kochte der RASTA Dome. Noch heißer allerdings waren die MHP RIESEN, die immer weiter riesig verteidigten. Vechta schaffte im 4. Viertel keinen Punkt aus dem Spiel heraus, verwarf dazu auch noch vier Freiwürfe - und geriet ins Hintertreffen. 33 Sekunden waren noch auf der Uhr, als die Ludwigsburger durch zwei Freiwürfe von Joel Scott erstmals an diesem Abend in Führung gingen (66:64). Das bitte Ende für die Gastgeber in einem Satz: RASTA verlor noch zwei weitere Male den Ball und zog mit 64:70 den Kürzeren.
Ausblick
Am ersten Wochenende der niedersächsischen Osterferien reist RASTA nach Berlin. In der Hauptstadt bei ALBA mit Head Coach Pedro Calles (2015 bis 2020 bei RASTA, erst als „Co“m dann als Head Coach) spielen die Vechtaer aber nicht in der riesigen Uber Arena (14.500 Plätze) sondern in der Max-Schmeling-Halle. In jener legendären Arena gewann ALBA BERLIN 1995 den Korac-Cup, sie fasst aktuell rund 8.500 Zuschauer. Tip-Off ist am Sonntag, den 6. April um 15 Uhr, Dyn überträgt live. Tickets gibt es noch reichlich auf https://www.ticket-onlineshop.com/ols/alba/de/einzelkarten/channel/shop/areaplan/venue/event/593928. Auf dieses Auswärtsspiel folgen zwei Auftritte im RASTA Dome: am 12. April gegen die ROSTOCK SEAWOLVES und am 19. April gegen FIT/One Würzburg Baskets - jeweils um 20 Uhr. Tageskarten für RASTAs Heimspiele gibt’s auf https://tickets-rastavechta.reservix.de/events, telefonisch unter 0761/88849999 (Mo. bis So., 6 bis 22 Uhr) oder an einer der Reservix-Vorverkaufsstellen. Alle easyCredit BBL-Spiele werden live auf Dyn gezeigt.
easyCredit BBL - Saison 2024/25 - 25. Spieltag - Freitag, 28.3.2025 - 20 Uhr
RASTA Vechta - MHP RIESEN Ludwigsburg 64:70 (24:11 / 22:15 / 12:22 / 6:22)
VEC: Mike Bothwell (5 Punkte/7 Assists), Jayden Gardner (2), Kaya Bayram (DNP), Luc van Slooten (DNP), Brandon Randolph (14), Joschka Ferner (8), Linus Trettin, Johann Grünloh (11/7 Rebounds), Joel Aminu (2), Lloyd Pandi (8/2 Steals/3 Blocks) und Isaiah Cozart (4/8 Rebounds).
LUD: Joel Scott (16/8 Rebounds), Jacob Patrick (12/2 Steals), Justin Simon (7/4 Assists/8 Rebounds), Hunter Maldonado (8/2 Steals), Booker Coplin (4), Lenny Anigbata (DNP), Yorman Polas Bartolo (3), Ezra Manjon (14), Jonas Wohlfahrt-Bottermann (4), Dominyks Pleta (DNP), Brandon Tischler (2) und Simon Feneberg (DNP).
Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)
UNSER SPIELTAGSSONSOR: SCHRAND.ENERGY
WASSERSTOFF FÜR MORGEN - schrand.energy plant und realisiert maßgeschneiderte Wasserstofflösungen für eine klimaneutrale Zukunft. Das Unternehmen aus Essen (Oldenburg) hat ein modulares und skalierbares Wasserstoff-Speichersystem entwickelt, das eine effiziente und autarke Energieversorgung ermöglicht.
Ob für Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft oder Wohnbau - die Anwendungsgebiete sind vielfältig und finden sich überall dort, wo große Mengen überschüssige grüne Energie in Wasserstoff umgewandelt werden können. Erneuerbare Energien werden dadurch planbar und jederzeit nutzbar - sei es für die Rückverstromung, Wärmeerzeugung oder die direkte Nutzung von Wasserstoff.
RASTA Vechta - 2024/2025 - Der Kader
Spieler: Joel Aminu (Shooting Guard, 27, D), Kaya Bayram (Point Guard, 21, D), Mike Bothwell (Shooting Guard, 24, USA), Karl Bühner (Power Forward, 19, D), Tyger Campbell (Point Guard, 24, USA), Isaiah Cozart (Center, 23, USA), Joschka Ferner (Power Forward, 28, D), Jayden Gardner (Power Forward, 24, USA), Yasiin Joseph (Point Guard, 28, CAN), Justin Onyejiaka (Shooting Guard, 20, D), Johann Grünloh (Center, 19, D), Roy Krupnikas (Point Guard, 17, D), Lloyd Pandi (Small Forward 25, CAN), Brandon Randolph (Small Forward, 25, USA), Linus Ruf (Center, 19, D), Ryan Schwieger (Shooting Guard/Small Forward, 25, USA), Luc van Slooten (Small Forward/Power Forward, 22, D), Linus Trettin (Small Forward, 19, D), Head Coach: Martin Schiller (43, AUT). Assistant Coaches: Miguel Zapata (45, ESP) und Marius Graf (34, D). Performance Coach: Domenik Theodorou (38, D).
Galerie
